Vereinsgeschichte - TV Kotthausen TT

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Vereinsgeschichte

 
 

Wer kann uns alte Fotos zur Tischtennis-Vereinsgeschichte zur Verfügung stellen? Am besten, ihr steckt vorhandene Bilder in einen Umschlag und sendet sie an die Redaktion zu Händen Michael Nedell, Am Höchst 21, 51643 Gummersbach. Wir garantieren dafür, dass das zugesandte Fotomaterial (am besten, ihr schreibt kurz etwas zum gelieferten Foto, wann geschossen, Motiv, Angabe von Namen und Vornamen) unbeschadet und schnell wieder zurückgeschickt wird.

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Kurz-Chronik der Tischtennisabteilung

Die Geschichte der Tischtennisabteilung des TV Kotthausen ist eng mit Reinhard Scheldt (s. Foto unten links) verbunden Dieser wurde 1946 als junger Lehrer an die Kotthausener Schule versetzt. Trotz oder gerade wegen seiner starken Kriegsverletzung - ihm war ein Bein amputiert worden – wollte er sportlich aktiv sein und bleiben und entschied sich so für den Tischtennissport.

Schnell hatten sich eine ganze Reihe weiterer junger Leute um ihn gesammelt, die allesamt die Begeisterung für Tischtennis teilten. Im alten 'Warteraum 2. Klasse' der Bahnhofswirtschaft fand sich eine geeignete Örtlichkeit, um zunächst unorganisiert, aber voller Ehrgeiz zusammen Tischtennis zu spielen. Die Geburtsstunde des TTC Kotthausen als eigenständiger Verein ließ nicht lange auf sich warten. 1948 gründete sich der TTCK, als sein erster Vorstand fungierten Werner Gries, Egon Förster, Reinhard Scheldt und Werner Höhler.

Doch die Eigenständigkeit des Kotthausener TT-Klubs sollte nur von kurzer Dauer sein. Bereits am 18.05.1949 schlossen sich die Tischtennisspieler - nunmehr als Abteilung - im Zuge des organisatorischen Neubeginns des TV Kotthausen nach dem 2. Weltkrieg - dem Gesamtverein an.

Es wurde ein guter Start. Die Teilnahme an den Kreismeisterschaften war Pflichtprogramm, Reinhard Scheldt überraschte mit einem erstaunlichen 4. Platz in der Klasse B. In der Werksküche der Fa. Kind, heutzutage auch nicht mehr denkbar, veranstaltete der TVK ein Dreierturnier mit Bergneustadt und Osberghausen - und landete einen Sieg.

Doch erhebliche Raumschwierigkeiten, aber auch durch die Abwanderung vieler TT-Sportler hin zum Handball, läuteten dann das Ende eines regulären Spielbetriebs ein. Zeitzeuge Winfried Wegner: "Tischtennissport beim TV Kotthausen – das bestand seit Mitte der 50er Jahre im Wesentlichen durch Trainingszusammenkünfte nach der Arbeit in der 1952 fertig gestellten und 1953 ihrer Bestimmung übergebenen Sporthalle im Ortskern von Kotthausen. Meist war es freitags, aber immer auf Betonboden, und das ging dann heftig auf die Gelenke!" ‚Leidensbrüder’ damals waren neben 'Gründungsvater' Reinhard Scheldt zum Beispiel Clemens Köchling, Gunter Wirth, Horst Peter, Heinz Baier, Peter und Winfried Wegner, Stefan Dietz und Christian Wolfslast.

Erst nachdem der ursprüngliche Steinholzboden durch eine (heute noch intakte) Schwingbodenkonstruktion mit Eichenparkettdecke ersetzt wurde, kam auch wieder Leben in die Tischtennisabteilung. Bis 1977/78 blieb aber alles auf der Basis des Hobby- und Breitensports. Erst ab dieser Meisterschaftssaison startete eine erste TVK-Seniorenmannschaft im TT-Kreis Oberberg, ‚Startrampe’ 3. Kreisklasse. Bereits zwei Jahre später kam eine weitere Mannschaft dazu, die 1. Mannschaft schaffte den Aufstieg in die 2. Kreisklasse. In der Serie 1983/84 folgte dann Meisterschaft und Aufstieg in die 1. Kreisklasse, gleich im Jahr darauf der ‚Durchmarsch’ in die Kreisliga. Seither pendelten die 1. TT-Herren zwischen 1. Kreisklasse und Kreisliga. Es sollte bis 2008 dauern, bis es nach mehreren Anläufen noch eine Etage höher in die Bezirksklasse ging.

In der ersten Hälfte der 90er Jahre eine erste sportliche Blütezeit: gleich vier Mannschaften vertraten die Farben des TV Kotthausen im Meisterschaftsbetrieb, eine TVK-Schülermannschaft in der Kreisklasse errang die Kreismeisterschaft und eine Jugendmannschaft Platz 2. Doch anders als bei vielen anderen Sportvereinen in der Umgebung gab es danach keinen Einbruch, zumindest nicht im Erwachsenenbereich. Die Mitgliederzahlen gingen ehr leicht nach oben, einige Spieler, die ehemals in umliegende Vereine abgewandert waren, sind wieder zum TVK zurückgekehrt, neue Spieler kamen dazu, Akteure aus Lantenbach, Bielstein, Niederseßmar und zuletzt auch aus Meinerzhagen wechselten zum TVK. Es sind inzwischen ein paar zu viele, als dass es Zufall sein könnte…  

In der Spielserie 2016/17 spielen 3 Herrenmannschaften des TVK um Meisterschaftspunkte. Die 1. Herren als TVK-Flaggschiff haben das als Aufsteiger immer schwierige 1. Jahr in der Landesliga gut überstanden. Die 2. Herren sind in der abgelaufenen Spielserie in der Bezirksklasse 6 mit einem dicken blauen Auge davongekommen und werden bei starker Konkurrenz für den Klassenerhalt einige Schippen drauflegen müssen. Die 3. Herren komplettieren in der Kreisliga Oberberg das aktuelle Wettkampf-Aufgebot des TV Kotthausen.

Der Erfolg der TT-Abteilung des TV Kotthausen gibt mancherorten Rätsel auf. Fairerweise darf hier eingeräumt werden, in Kotthausen selber kann diese Erfolgsstory auch nicht erklärt werden. Sei's drum. Sicher ist eins: in der TT-Abteilung des TVK, die 2018 ihren 70. Geburtstag feiert, gibt es die gleichen Probleme, Wehwehchen und Konflikte wie in vielen anderen der 22 kreisweiten TT-Klubs. Vieles kann verbessert werden, da gibt's jede Menge Luft nach oben. Eines aber gilt in Kotthausen: hier ist selten tote Hose, das Vereinsleben steht nicht nur auf dem Papier, und wenn man den vielen Gästen Glauben schenken darf, gibt's beim TVK und seiner Mettbrötchenarena immer eine Super-Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Kotthausen olé!

Die Fotos unten v.l. Reinhard Scheldt, hier mit Jugendlichen 1961, nachdem die Sporthalle des TVK mit einem neuen Boden ausgestattet worden war (1), TT-Herren des TVK, ungefähr 1980 datierend, frisch eingekleidet mit neuen Trikots (2), Urgesteine des TVK-Tischtennis, u.a. Wolfgang Hilse, Winni Wegner, Gisbert Volkert u. Horst Peter.

 
 
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